Die architektonische Geometrie des ZESS-Gebäudes bietet eine dankbare Kulisse für Teamporträts. Zwar ist das Ziel, den Standort über die einzelnen Bilder hinweg konsistent und wiedererkennbar zu halten, doch die Wiederholung derselben Blickwinkel birgt die Gefahr, eher formelhaft als kohärent zu wirken – eine wachsende Herausforderung, je weiter die Belegschaft am Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) wächst.
Der Action- und Sport-Fotograf Blake Pickup bemerkte kürzlich, dass Fotografen eine Location oft zu früh verlassen und sich mit einer einzigen starken Aufnahme zufrieden geben. Auch wenn das Genre der Mitarbeiterportraits weniger glamourös ist als seine BMX-Aufnahmen, bleibt das Prinzip bestehen: Dieselben Korridore und Strukturen müssen für das zwanzigste Bild ebenso funktionieren, wie für das erste. Mit jedem weiteren Durchgang wird diese Übung in visueller Wahrnehmung spannender. Winkel zu identifizieren, die zwar immer vorhanden, aber bisher nicht unmittelbar lesbar waren heißt, das Vertraute so zu behandeln, als wäre es völlig neu, und im selben Glas und Beton eine weitere Tiefe zu finden.